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Innungsversammlung mit Neuwahlen

Die Zimmererinnung Donau-Ries freut sich auf eine gute Zusammenarbeit in den kommenden drei Jahren.

Die Zimmererinnung Donau-Ries freut sich auf eine gute Zusammenarbeit in den kommenden drei Jahren: (von links) Geschäftsführer Christoph Schweyer, Obermeister Franz Motz, Stellvertretender Obermeister Günter Schnell, die weiteren Vorstandsmitglieder Michael Sieber, Stefan Taglieber, Dominik Rauter, Rechnungsprüfer Jürgen Grimmbacher und Günter Enßlin.


Mitte Januar fand die Innungsversammlung der Zimmerer-Innung Donau-Ries statt. Neben Neuwahlen standen außerdem Nachwuchsbegeisterung, Berufsschule und eine Ausstellung auf der Agenda.

Geht es nach den Wünschen der Zimmererinnung Donau-Ries, sollen die jungen Vorstandsmitglieder diesen in drei Jahren übernehmen, wie es die Innung bei ihrer Versammlung im Gasthaus „Zur Wallfahrt“ in Wemding vor Kurzem beschloss. Bis dahin will der einstimmig wiedergewählte Vorsitzende Obermeister Franz Motz den Nachwuchs noch mehr in die Abläufe einbinden. Außerdem möchte die Innung verstärkt junge Menschen für die Berufsanwerbung anderer junger Leute einsetzen. Ein Anreiz könnten dabei die künftigen Unterrichtsräume an der Berufsschule in Donauwörth sein. Aber auch eine Frauenbeauftragte im Vorstand sowie Informationen an weiterführenden Schulen oder das Sammeln praktischer Erfahrung in einem Entdeckerbus könnten den handwerklichen Beruf fördern, wie es in der Mitteilung dazu heißt.

Neben Motz wählten die Mitglieder auch den Nördlinger Zimmerermeister Günter Schnell erneut ins Amt, der Motz als Stellvertreter unterstützt. Weiter besteht der Vorstand aus Michael Sieber (Grosselfingen), Stefan Taglieber (Oettingen), Dominik Rauter (Möttingen), Günter Enßlin (Möttingen) und Martin Stark (Auhausen). Schriftführer ist zukünftig Geschäftsführer Christoph Schweyer, Rechnungsprüfer bleiben Jürgen Grimmbacher (Nördlingen) und Markus Hönle (Wemding).

In Vorbereitung auf die Donau-Ries-Ausstellung Ende des Sommers entschied die Versammlung, Auszubildende und Mitarbeiterinnen unter 30 Jahren an die Stände zu bringen, die den vorbeikommenden Mädels und Buben den Spaß am Arbeiten mit Holz vermitteln können. Dies hat auch der Berufswegekompass vor wenigen Wochen in Harburg gezeigt. „Die jungen Leute wollen mit Jungen kommunizieren“, erklärt Motz.

Lehrlingswart Enßlin berichtete danach von den Planungen des Landkreises für die Unterrichtsräume an der Berufsschule Donauwörth für die Auszubildenden der Landkreise Donau-Ries und Dillingen sowie aus Teilen benachbarter Landkreise. Zusammen mit Architektinnen und Lehrkräften überlege der Landkreis derzeit, welche Größe und Ausstattung notwendig sei. Die dazugehörige Halle soll möglichst als Holzbau entstehen.

Ein kürzerer Anfahrtsweg jedenfalls – Nachwuchskräfte müssen bislang wochenweise nach Immenstadt fahren – solle die Entscheidung junger Leute für eine Ausbildung zum Zimmerer erleichtern. Die Räume könnten laut Motz „außerhalb der Schulzeiten für Fortbildungen“ nutzbar bleiben oder zur Förderung des Baus auch für Veranstaltungen von Kommunen und Privatleuten dienen. Zur Unterstützung des Berufszweiges möchte Motz auch eine Frauenbeauftragte in den Vorstand berufen, für die Mitglieder gerne Vorschläge machen dürften. Zudem verwies er auf die Verpflichtung weiterführender Schulen wie etwa Gymnasien, über das Handwerk zu informieren.

 

Text: Brigitte Bunk

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